[Hessenschau] Autokorso für inhaftierten Journalisten Yücel

[Hessenschau] Autokorso für inhaftierten Journalisten Yücel

Hessenschau.de, 25.02.17

[..] Yücel gehe es „den Umständen entsprechend gut“, berichtete seine Schwester Ilkay Yücel. „Ich selbst würde in so einer Situation wahrscheinlich verzweifeln.“ Kontakt zu ihrem Bruder habe sie seit Wochen nicht, sondern nur über seine türkischen Anwälte.

Die Haft sei reine Willkür, sagt Yücels frühere Kollegin von der Tageszeitung taz, Doris Akrab: „Die Akten von Deniz Yücel unterliegen einer Geheimhaltung – die Anwälte haben bisher keinerlei Einsicht bekommen.“ Kritik, Yücel habe seine Verhaftung indirekt selbst verschuldet, weist sie entschieden zurück. Die Arbeit in der Türkei war sein Traumjob, sagt sie. Er habe dort nur seinen Job gemacht als Journalist. Auch die fraktionslose Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk protestierte vor Ort gegen Yücels Inhaftierung.

Der Autokorso startete im Anschluss an die … Weiterlesen

[WT] Hessen: Türkische Zeitung prangert zwei türkeistämmige Landtagsabgeordnete als „Verräter“ an

Wiesbadener Tagblatt, von Christoph Cuntz, 17.02.2017

Die jetzt publizierte Schlagzeile von Sabah, die das Engagement der beiden Landtagsabgeordneten anprangert, heißt: „Macht diesen Verrätern nicht die Türen auf“. Sabah, eine der auflagenstärksten des Landes, wird eine Nähe zur türkischen Regierungspartei AKP nachgesagt.

Die beiden Abgeordneten weisen in ihrer gemeinsamen Erklärung den „ungeheuerlichen Vorwurf des Verrates“ zurück. Die Diskreditierung derer, die sich in demokratischen Prozessen inhaltlich positionierten, sei „befremdlich und inakzeptabel“. Wer jene „bedroht, die Haltung zeigen, missachtet das Grundprinzip der Demokratie“. Die Einschüchterungen der Tageszeitung gefährdeten das friedliche Zusammenleben in Deutschland.

Die türkische Zeitung Sabah hat zwei hessische Landtagsabgeordnete als „Verräter“ bezeichnet. Gemeint sind die fraktionslose Abgeordnete Mürvet Öztürk sowie der SPD-Parlamentarier Turgut Yüksel. Sie hatten angekündigt, sich an einer Kampagne … Weiterlesen

[egazete] “Hessen HAYIR Girişimi” kampanyasını başlattı

[egazete] “Hessen HAYIR Girişimi” kampanyasını başlattı

HessenHayirGirisimi2egazete.de, 16.02.2017

Türkiye’de başkanlık sistemine geçmek hedefiyle gerçekleştirilecek referandumda, anayasa değişikliklerine “hayır” sonucu elde etmek üzere kurulan “Hessen HAYIR Girişimi”, kampanyasını  “demokrasi, adalet, özgürlük, barış ve laiklik için hayır” çağrısıyla başlattı.

Frankfurt’taki kabare tiyatrosu “Die Kaes”in salonunda gerçekleştirilen basın toplantısında, Alman kamuoyuna yönelik açıklamalarda da bulunan “Hessen HAYIR Girişimi” sözcüleri, “Seçimlere katılma hakkı olsun, olmasın Türkiye’yle ilgili herkesi, ülkeyi geriye götürecek anayasa değişikliği girişimine hayır demeye, hayır diyenleri desteklemeye çağırıyoruz” dediler.  Hessen Eyalet Milletvekilleri Mürvet Öztürk ve Turgut Yüksel’in çağrısıyla biraraya gelen çeşitli örgüt ve girişimlerin temsilcileriyle, bağımsız bireylerin oluşturduğu “Hessen HAYIR Girişimi”, 16 Nisan’daki referanduma katılımı arttırmak ve “Hayır” oyu verenlerin çoğunlukta olmasını sağlamak üzere çeşitli bilgilendirme çalışmaları yürüteceklerini, gerektiğinde ev ziyaretleri yapacaklarını ve uzak yerlerden oy kullanmak üzere … Weiterlesen

[FR] Türken in Hessen: Nein-Kampagne zu Erdogans Referendum

Von Marie-Sophie Adeoso, Frankfurter Rundschau, 15.02.2017

Am 16. April wird in der Türkei in einem umstrittenen Referendum über eine Änderung der Verfassung abgestimmt. Auch rund 120 000 Hessinnen und Hessen mit türkischer Staatsbürgerschaft sind wahlberechtigt. Um sie über die Inhalte der von Präsident Recep Tayyip Erdogan angestrebten Verfassungsänderung aufzuklären und insbesondere die Unentschlossenen dazu zu bringen, mit Nein zu stimmen, haben sich rund 120 türkischstämmige Menschen zur überparteilichen und unabhängigen „Nein-Initiative Hessen“ zusammengeschlossen. 70 von ihnen haben namentlich eine Deklaration unterzeichnet und sagen „Nein zu einer Verfassungsänderung, die das Land einem Ein-Mann-Regime überantworten soll“.

„Wir sind türkische Staatsbürger, aber auch in der Türkei geborene Deutsche und beobachten die Ereignisse dort mit großer Sorge“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel am … Weiterlesen

[Audio] Der Islamunterricht an hessischen Schulen ? wie weit reicht der Arm Erdogans in unsere Klassenzimmer

[Audio] Der Islamunterricht an hessischen Schulen ? wie weit reicht der Arm Erdogans in unsere Klassenzimmer

infoHR-Info, 24.11.2016

Die türkische Religionsbehörde hat direkt Einfluss auf den türkisch-islamischen Religionsverband Ditib und dieser ist wiederum der Partner für das hessische Kultusministerium in Sachen Islamunterricht. Der gescheiterte Putschversuch im Sommer und die allgemeine Situation in der Türkei hat die Frage erneut aufgeworfen: Wie groß ist der Einfluss der Türkei auf muslimische Kinder hierzulande? Kritiker befürchten eine zu große Einflussnahme auf den Unterricht – Befürworter halten das für übertrieben. Wir sprechen mit Lehrern, Ausbildern, dem Islamwissenschaftler Michael Kiefer und der Landtagsabgeordneten Mürvet Öztürk. Was sagen Sie dazu?

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Skandalöse Abschiebung Höhepunkt der schwarzgrünen Abschiebepolitik in Hessen

Skandalöse Abschiebung Höhepunkt der schwarzgrünen Abschiebepolitik in Hessen
kurt-schmumacher-schule
Foto: Dennis Pfeiffer-Goldmann

Presseerklärung, Wiesbaden, 24. November 2016

Schule muss Schutzraum für alle Schülerinnen und Schüler bleiben, Abschiebung serbischer Schülerin aus der Schule heraus ist skandalöser Höhepunkt der schwarzgrünen Abschiebepolitik in Hessen.

Nach Angaben der Frankfurter Neue Presse ist am Dienstagmorgen eine Schülerin (16) direkt aus der Kurt-Schumacher-Schule in Karben von der Polizei abgeholt und nach Serbien abge-schoben worden – ein Thema, das am Donnerstag auch den Landtag beschäftigen wird. Dazu erklärt Mürvet Öztürk, fraktionslose Abgeordnete im Hessischen Landtag:

„Es war ein Fehler, dass die Landesregierung der Erweiterung der so genannten sicheren Herkunftsstaaten um die Westbalkanstaaten zugestimmt hat. Diese Entscheidung hat vehemente humanitäre Konsequenzen, die heute einen schockierenden Höhepunkt erreicht haben.

Die Abschiebung einer serbischen Schülerin aus der Schule heraus … Weiterlesen

[FR] Ditib-Jugend Partner des Landes

 Von Danijel Majic, Frankfurter Rundschau  22.11.2016

Das Sozialministerium verteidigt die Anerkennung der Ditib-Jugend als Träger der freien Jugendhilfe. Der Dachverband redet trotz des mutmaßlichen Einflusses der Erdogan-Regierung weiter beim Religionsunterricht mit.

Beim hessischen Landesjugendverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) ist man sichtlich stolz auf das Erreichte. Am 3. Oktober veröffentlichte man auf Facebook ein Schreiben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Darin wird bestätigt, dass die Jugendabteilung des muslimischen Dachverbands als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt wird. Eine echte Aufwertung. Der Staat erkennt die Ditib-Jugend quasi als Partner an. Künftig kann sie staatliche Zuschüsse für Jugendprojekte beantragen und Mitglieder für den Landesjugendhilfeausschuss nominieren.

Doch der neue Partner des hessischen Sozialministeriums ist alles andere als unumstritten. Die … Weiterlesen

[WNZ] Nachgefragt bei Mürvet Öztürk

[WNZ] Nachgefragt bei Mürvet Öztürk

mittelhessen-fb-logo 6. November 2016

Die neuen Lehrinhalte für den Sexualkundeunterricht stoßen auf Widerstand. Es hat bereits Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern gegeben. Im Lahn-Dill-Kreis ist der Vorsitzende des Kreiselternbeirats zurückgetreten, weil ihm die Inhalte nicht passen. Woran liegt die Polarisierung und wie ist ihre Meinung zu den Lehrplänen?

Mürvet Öztürk: Der Streit um den Sexualkundeunterricht dreht sich im Kern um eine Verordnung des Hessischen Kultusministers Ralph Alexander Lorz (CDU). In der Verordnung wird die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ zu einem Ziel des Sexualkundeunterrichts erklärt. Diese Verordnung wurde im Hessischen Landtag ohne Gegenstimmen unterstützt.

Am 30. Oktober demonstrierten in Wiesbaden rund 1000 Menschen auf der sogenannten „Demo für alle“ gegen diese Verordnung. Allerdings gingen einige Stunden … Weiterlesen